Bericht über die Englandfahrt 2013


Bexhill-on-Sea, so heißt das kleine Städtchen, in dem wir wunder- bare fünf Tage wohnen durften. Am 22.09.2013 begann das Abenteuer, jedoch endete es leider am 27.09.2013 schon wieder.

Morgens um viertel vor fünf Uhr fuhr unser Reisebus die ersten Kilometer der langen Strecke nach England. Nach 20 Minuten waren die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Varrel angelangt, jedoch nicht in Bexhill, sondern in Rehden. Dort warteten die Schüler der Schule am Geestmoor. Warme 15 Stunden Busfahrt erwarteten uns, große Begeisterung war nicht zu spüren, aber jeder wusste, weswegen er dies in Kauf nimmt. 13 Stunden der langen Zeit verbrachten wir im Bus, die übrigen zwei Stunden genossen wir bei neutralem Wetter an Bord der Fähre von Calais nach Dover. Endlich in Bexhill angekommen, begrüßte uns die Reisevermittlerin und 15 Minuten später trafen wir schon auf unsere Gastfamilien. Freundliche Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Familien- verhältnisse, die dennoch eins gemeinsam hatten: Sie waren alle fürsorglich und bereit uns fünf Nächte bei sich aufzunehmen.

Am nächsten Tag begann das Abenteuer erst so richtig. Busfahrer Ringo hatte uns ins zwei Stunden entfernte London gefahren und beim London Eye rausgeschmissen. Auf drei Gondeln aufgeteilt genossen die Schüler mit ihren Lehrern die ersten Eindrücke der Hauptstadt. Die meisten Schüler empfanden den Flug mit dem Riesenrad als atemberaubend, da die Aussicht auf die Stadt fabelhaft ist, im Gegensatz zu anderen Schülern, die sich lieber in der Mitte der Gondel aufhielten. Alles hat ein Ende und das Ende des 30-minütigen Fluges rückte näher. Zu Fuß ging es weiter vorbei am Big Ben (Elizabeth Tower), an der Downing Street, durch den St. James’s Park zum Palast der sehr verehrten Königin von England. Nach der zum Shoppen verfügbaren Freizeit, sahen wir uns das Musical ‚Stomp‘ an. In diesem Musical werden von mehreren Leuten mit alltäglichen Dingen Rhythmen erzeugt. 

Der zweite Tag war das Gegenteil des ersten Tages. Es ging nicht in die Großstadt, stattdessen führ uns Ringo an die ländliche Küste. Trotz der Ereignisse, die an Beachy Head geschehen sind, ist dieser Ort einer der schönsten Orte, die es gibt. Der einzige Nachteil an diesem Ort ist, dass sich dort mehrere Leute hinunterstürzten und somit ihr Leben beendeten. Ein Nachteil für uns Schüler war, dass die Küste eine hügelige Landschaft aufweist und diese Hügel hinaufgegangen werden mussten. Nach dem Besuch der englischen Südküste führte der Weg uns nach Hastings. Hastings ist eine Stadt, die ein wenig größer ist als Bexhill. Auch dort gab es ein spannendes Erlebnis. Wir besuchten die Schmugglerhöhlen. Sehr interessante Angelegenheit, die durch Puppen und eine geringe angsteinflößende Atmosphäre sehr gut dargestellt wurde. Um ca. 18:00 Uhr kamen wir zurück in die Gastfamilien. Nach dem Abendessen hatte man noch genügend Zeit, um sich mit anderen Schülern zu treffen. Diese Chance wurde des Öfteren genutzt und die unterschiedlichen Schülergruppen der beiden Schulen bauten ein freundschaftliches Verhältnis auf. Halbzeit unseres Aufenthalts in England.

Den folgenden Tag verbrachten wir wieder in London. Diesmal besichtigten wir den Tower of London. Bevor wir dort ankamen, waren wir in Greenwich. Der Stadtteil Greenwich ist bekannt durch den durch sie verlaufenden Nullmeridian. Von dort aus brachte uns ein Schiff über die Themse zum Tower of London. Auch das Betrachten der Kronjuwelen war sehr aufregend. Nachdem auch diese Sehenswürdigkeit auf der Liste abgehakt werden konnte, ging es weiter zu der St. Paul’s Cathedral. Das Ereignis des Tages stand aber noch auf unserer ‚to-do-list‘. Auf den Besuch des Wachsmuseums Madame Tussaud’s war jeder gespannt.

Donnerstag – das Ende des Aufenthalts rückte immer näher. Diesen Tag widmeten wir Windsor Castle, dem Wochenendschloss der Queen. Die Freizeit am Abend bot die letzte Chance, um ein weiteres Mal die wunderschöne Umgebung zu erkunden. 

Die letzten Stunden in den gemütlichen Betten vergingen. Die letzten Sachen wurden in die Koffer gepackt und das letzte Frühstück in der englischen Gastfamilie zog an einem vorbei. Nun waren es wieder lange, warme 15 Stunden zurück nach Deutschland. Doch die Abreise war nicht wie die Anreise. Sie hatte zwar die gleiche Dauer und den gleichen Weg, aber man merkte, dass sich etwas geändert hatte. Am Anfang der Reise kamen zwei unterschiedliche Schülergruppen ins fremde Land, am Ende verließ eine Schülergruppe, die sich wünschte auf dieselbe Schule zu gehen, die schöne Insel.

Ann-Christin Baron
Klasse 10 R – OBS Varrel