Trainingsraumkonzept an der OBS Rehden

  • Reduzierung von Störungen

  • Entspannter Umgang mit Störungen

  • Ruhigere und sachlichere Reaktion auf Störungen

  • Stressfreies Unterrichten

  • Verbesserung der Unterrichtsqualität“ (S. 52)

Diese Ziele sollen an der OBS Rehden mit der Einführung des Trainingsraumkonzeptes (kurz TR) erreicht werden.

Störungen gehören heutzutage zum Schulalltag. Sollten die Störungen jedoch so massiv sein, dass der Unterrichtserfolg gefährdet wäre, ist von den Lehrkräften eine angemessene Reaktion erforderlich.

Mit diesem Konzept werden zweierlei Anliegen verfolgt. Zum Einen:

„Jeder hat das Recht auf ungestörten Unterricht“

Damit sind nicht nur die Lehrkräfte gemeint. Ein Großteil der Schüler/-Innen hat ebenfalls ein Interesse daran, dass störungsfreier Unterricht stattfinden kann, weil z.B. die nächste Klassenarbeit ansteht.

Zum Anderen sollen die „Störer“ die Möglichkeit bekommen, ihr störendes Verhalten zu reflektieren und dann anzupassen. Diesen Schüler/-Innen wird die Möglichkeit gegeben, durch das zeigen der „Gelben Karte“ die Störungen zu unterlassen und ebenfalls erfolgreich im Unterricht weiter mitzuarbeiten.

Sollte die positive Verhaltensänderung ausbleiben (Der/Die Störer/-In entscheidet sich also für den Trainingsraum) wird der/die Schüler/-In durch zeigen der Roten Karte in den TR übergeben und damit des Unterrichts verwiesen.

Der TR wird durch eine Lehrkraft beaufsichtigt. Hier erhält der/die SuS die Möglichkeit in einem Beratungsgespräch den Vorfall zu schildern um dann eigenständig einen Bericht darüber zu verfassen. Ebenso soll er/sie einen Plan entwickeln, wie ein erfolgreiches Arbeiten im Unterricht zukünftig vonstatten gehen soll. Mit diesem „Entschuldigungsschreiben“ bekundet der/die SuS sein/ihr Verhalten zukünftig im positiven Sinne zu ändern und erfolgreich am Unterricht teilzunehmen.

Damit sollen die vier Phasen der Selbstreflexion ermöglicht werden:

  • Von der Selbstbeobachtung zur Selbststeuerung

  • Von der Selbststeuerung zur Selbstkontrolle

  • Von der Selbstkontrolle zur Selbstverantwortung

  • Von der Selbstverantwortung zur Selbstveränderung“ (S.54)

Die von den SuS zu bearbeitenden Formulare im Trainingsraum sind:

  • „Was war los?“

  • „Mein Plan“

Der/die SuS darf erst wieder in den Unterricht der betreffenden Lehrpersonal zurückkehren, wenn eine formale Entschuldigung erfolgte, die von der Lehrpersonal auch angenommen wurde. Bei dieser Entschuldigung muss klar erkennbar sein, dass er/sie in Zukunft das störende Verhalten unterlässt. Eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung führt zwangsläufig dazu, dass der/die SuS seinen/ihren Plan ein weiteres Mal überarbeiten muss. Jede der Stunden, die im Trainingsraum verbracht werden, wird mit der Note „ungenügend“ bewertet.

Zusätzlich unterliegt die Anzahl der „Roten Karten“ einer Sanktionstreppe:

  • Rote Karte = Elterninfo per Brief nach Hause

  • Rote Karte = Gespräch zwischen SuS, Klassenlehrer/-In und Schulleitung

  • Rote Karte = Elterngespräch in der Schule mit der Schulleitung

  • Rote Karte = Klassenkonferenz als Ordnungsmaßnahmenkonferenz

Alle nötigen Formulare werden zur Ansicht an diese Datei angehängt.

gez. Fangmann

Literatur:

Bründel, H., Simon, E.: Die Trainingsraummethode – Unterrichtsstörungen – klare Regeln, klare Konsequenzen, Weinheim, BELTZ-Verlag, 3. Aufl.,2013